Selbstzweifel besiegen: In 3 Schritten zu mehr Selbstvertrauen im Job

Der Karriere-Blog

Wer kennt es nicht? Wenn der innere Kritiker zuschlägt, ist guter Rat oft teuer. Und gerade im beruflichen Umfeld wirken sich Selbstzweifel und ein geringes Selbstvertrauen negativ auf die eigene Motivation und Weiterentwicklung aus. Die gute Nachricht: Der Selbstzweifel-turn-around ist möglich. Drei einfache Schritte unterstützen dabei, mehr Selbstvertrauen aufzubauen und mit Leichtigkeit und neuer Motivation in den Arbeitstag zu starten.

Inhalt

Ein starkes Selbstvertrauen spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die eigene berufliche Potentialentfaltung und die langfristige Job-Zufriedenheit geht. Es beeinflusst die Art und Weise, wie wir uns selbst sehen, wie wir mit anderen interagieren und wie wir berufliche Herausforderungen bewältigen. 

Mit einem ausgeprägten Selbstvertrauen geht man Aufgaben mit mehr Engagement und Entschlossenheit an. Herausforderungen im Job werden damit auch nicht mehr mit großen Bauchschmerzen, sondern mit Bauchkribbeln in Verbindung gebracht. Die Chancen zur persönlichen Weiterentwicklung rücken in den Vordergrund. Und die eigene Komfortzone wird mit Zuversicht Schritt für Schritt erweitert.

Aber es läuft nicht immer nach Plan…

Wenn der innere Kritiker Selbstzweifel schürt

Selbstzweifel wirken wie ein unsichtbares Hindernis, das den Weg zu Erfolg und beruflicher Erfüllung blockiert. Wie eine sabotierende Schlingpflanze winden sich unbewusst negative Gedanken durch das Gehirn und nehmen immer mehr Raum ein. Eine Plage, die die eigenen Fähigkeiten entwertet und großartige Erfolge herunterspielt. 

Und nicht nur negative Gedanken befeuern diesen Teufelskreis, sondern auch die Stimme des inneren Kritikers wird laut, untergräbt das Selbstvertrauen und hemmt die Übernahme neuer Herausforderungen. 

Dadurch leidet das berufliche Selbstbild, was sich wiederum nachteilig auf die Interaktion mit Kollegen und die berufliche Weiterentwicklung auswirkt. Der Weg zu Weiterbildungen, Beförderungen und persönlichem Wachstum bleibt dadurch oftmals versperrt. 

Wo liegt aber die Wurzel der negativen Gedanken und des inneren Kritikers? 

Und noch viel wichtiger: Welches “Pflanzenschutzmittel” hilft gegen diese scheinbar erdrückende Schlingpflanze?

Das Erkennen der eigenen Selbstzweifel und negativen Auswirkungen ist der erste wichtige Meilenstein zur Überwindung der Selbstzweifel-Barrieren und zur Schaffung eines positiven Rahmens für die eigene freudvolle berufliche Entwicklung.

SCHRITT 1 – SELBSTZWEIFEL AN DER WURZEL PACKEN

“Erst wenn man die Realität klar erkennt und annimmt, kann man wirksame Schritte zur Veränderung unternehmen.”

(unbekannt)

Die Identifikation des Ursprungs der persönlichen Selbstzweifel ist somit das A und O zur Beseitigung der inneren Hindernisse. 

Oft haben Selbstzweifel ihre Wurzeln in vergangenen Erfahrungen, sei es in Form von negativem Feedback, persönlichen Misserfolgen oder kritischen Erlebnissen. Es ist wichtig, diese spezifischen Auslöser zu identifizieren und zu verstehen, wie sie zu den aktuellen Selbstzweifeln beitragen.

Um Muster und Ursachen von Selbstzweifeln zu erkennen, ist eine tiefgreifende und ehrliche Selbstreflexion empfehlenswert. Dieser Prozess beinhaltet das genaue Hinschauen auf negative Gedanken und Überzeugungen, die das Selbstbild beeinträchtigen. Es könnte sich um innere Stimmen handeln, die Zweifel an den eigenen Fähigkeiten säen oder um tief verwurzelte Überzeugungen, die aus vergangenen Erfahrungen resultieren. 

👉🏼 Halte dafür regelmäßig deine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse schriftlich fest. Schreibe über deine über den Tag hinweg gemachten Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge. Dies kann helfen, Muster und Blockaden zu erkennen.

👉🏼 Stelle dir auch gezielt Fragen, die deine Gedanken anregen. Zum Beispiel: „Welche Situationen haben mich herausgefordert und warum?“ Was habe ich in der Situation über mich gedacht bzw. unternommen? Was bedeutet es, mich so zu erleben? Wie fühle ich mich dabei? 

So können Denk- und Verhaltensmuster erkannt werden, die z.B. auf übertriebenem Perfektionismus, dem Vergleichen mit anderen oder der Übernahme von zu viel Verantwortung basieren.

In diesem bewussten Reflexionsprozess liegt die Kraft, Selbstzweifel zu durchbrechen und Platz für ein selbstbewusstes Selbstbild zu schaffen.

Ein erfahrener Coach kann in diesem Prozess unterstützen, indem er eine externe Perspektive und hilfreiche Werkzeuge zur Selbstreflexion bietet.

SCHRITT 2 – SELBSTWERTSCHÄTZUNG ALS RITUAL ETABLIEREN

Selbstwertschätzung beinhaltet die Anerkennung und Würdigung der eigenen Persönlichkeit, Fähigkeiten und Leistungen. 

Ein gesundes Maß an Selbstwertschätzung bildet darüber hinaus das Fundament für ein starkes Selbstvertrauen. Indem man sich selbst mit Respekt betrachtet und die eigenen Erfolge würdigt, entsteht ein positiver Kreislauf, der das Selbstbewusstsein stärkt. 

Für die praktische Umsetzung braucht es nicht viel. 

Wichtig sind Kontinuität und fix eingeplante Zeitfenster in denen folgende Tools zur Anwendung kommen können:

👉🏼 Erfolgstagebuch führen: halte täglich schriftlich fest, was du erfolgreich gemeistert hast. Was ist dir gut gelungen? Welche Eigenschaften hast du dabei an dir geschätzt? Wie erlebst du dich bei der Anwendung? Wie fühlst du dich dabei?

Dieses Erfolgstagebuch dient als visuelle Erinnerung an deine Leistungen sowie Stärken und kann in schwierigen Zeiten als Inspirationsquelle dienen.

👉🏼 Affirmationen nutzen: Affirmationen sind kraftvolle Werkzeuge, um das Selbstvertrauen zu stärken und positive Veränderungen zu fördern.

Ihre Wirkung liegt in der Fähigkeit, das eigene Denken zu beeinflussen und die Schaffung einer optimistischen Denkhaltung zu unterstützen. Sie sind konstante Begleiter, die bei regelmäßiger Anwendung dabei helfen, die innere Stimme auf konstruktive Weise zu lenken und unterstützende Glaubenssätze zu verankern.

Die Integration von Affirmationen für mehr Selbstvertrauen in den beruflichen Alltag kann auf vielfältige Weise erfolgen. Ein praktisches Anwendungsbeispiel ist z.B. die tägliche Routine des Selbstgesprächs, bei der du bewusst positive Affirmationen wiederholt laut aussprichst. 

Eine mögliche Affirmation vor wichtigen Meetings oder Präsentationen könnte sein: 

„Ich habe die Fähigkeiten, diese Herausforderung zu meistern, und meine Beiträge sind wertvoll.“ 

Affirmationen sollten auch immer in einem Notizbuch festgehalten werden. In Momenten der Unsicherheit oder vor herausfordernden Aufgaben können diese affirmativen Botschaften zur Stärkung des Selbstvertrauens beitragen. 

SCHRITT 3 – GEDULD UND ACHTSAMKEIT

Der Weg ist das Ziel. Meist ist er aber nicht schnurgerade und penibel asphaltiert, sondern hält auch das eine oder andere Schlagloch in Form von demotivierenden Rückschlägen parat.

In diesen Phasen ist es wichtig, sich in Geduld zu üben, Verständnis für sich selbst aufzubringen und auf keinen Fall aufzugeben.

Denn Veränderung braucht Zeit. 

Dabei das eigene Tempo und die eigenen Bedürfnisse zu respektieren, ist eine Form der Selbstwertschätzung. 

👉🏼 Selbstfürsorge üben: Das eigene Wohlbefinden hat einen direkten Einfluss auf das Selbstvertrauen. Pflege wohltuende Gewohnheiten wie ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Beobachte, was dir persönlich gut tut, um in Balance zu bleiben. Ist es ein Spaziergang in der Natur, die körperliche Anstrengung im Fitness-Studio oder die Entspannung bei einem guten Buch?

Baue bewusst regelmäßige Auszeiten und Routinen in deinen (beruflichen) Alltag ein.

👉🏼 Meditationsübungen anwenden: Um die innere Anspannung abzubauen und besser bei sich selbst anzukommen, bieten sich Entspannungs- und Meditationsübungen an. 

Dafür reicht es schon, wenn du dich zu Beginn täglich fünf Minuten an einem ruhigen Ort aufrecht und bequem hinsetzt, die Augen schließt und deinen Atemfluss beobachtest. 

Wenn dabei deine Gedanken wie ungestüme Äffchen von einem Ast zum nächsten hüpfen, übe dich in Nachsicht und Geduld. Hole sie immer wieder freundlich zurück und lenke deine Aufmerksamkeit wieder auf deinen Atemfluss.

So hast du mehr Selbstvertrauen im Job

Kontinuierliche kleine, umsetzbare Schritte sind der Schlüssel zum Erfolg, wenn es um die Stärkung des eigenen Selbstvertrauens geht. Oft sind es die unscheinbaren Interventionen, die auf Dauer angewendet, ihre kumulative Wirkung entfalten und so dazu beitragen, das eigene Selbstvertrauen schrittweise aufzubauen und zu festigen.

Wichtig dabei ist – wie immer – den ersten Schritt zu machen. 

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